IUI (Intrauterine Insemination)

Die Intrauterine Insemination (IUI) ist eine Behandlungsmethode, bei der die Spermien eines aufbereiteten Ejakulates wenige Stunden vor dem Eisprung in die Gebärmutterhöhle eingebracht werden. Sie wird besonders häufig bei Kinderwunschbehandlungen mit Spendersamen eingesetzt, etwa bei gleichgeschlechtlichen Paaren oder Single Moms.

Insemination – kurz erklärt

  • Aufbereitete Spermien werden direkt in die Gebärmutter eingebracht.
  • Die Behandlung kann im natürlichen Zyklus oder unter einer hormonellen Stimulation erfolgen.
  • Die IUI kann sowohl mit den Spermien des Partners als auch mit Spendersamen durchgeführt werden.

Für wen ist die Insemination geeignet?

Eine Insemination kann eine geeignete Behandlung sein, wenn:

  • Sie Spendersamen benötigen
  • der Geschlechtsverkehr aus anatomischen oder funktionellen Gründen erschwert oder nicht möglich ist,
  • Bisher keine Ursache für eine eingeschränkte Fruchtbarkeit gefunden wurde (idiopathische Fruchtbarkeitsstörung

 

Ab etwa 38 Jahren empfehlen wir eine IUI in der Regel nicht mehr, da die Erfolgsaussichten deutlich sinken. Ob die Insemination in Ihrer individuellen Situation eine passende Behandlung sein kann, klären wir gemeinsam im persönlichen Erstgespräch und nach einer umfassenden Diagnostik.

Ihre Erfolgschancen bei der Insemination

Bevor wir eine Behandlung beginnen, führen wir ein ausführliches Gespräch mit Ihnen. Wir ordnen Ihre bisherigen Befunde ein, besprechen die nächsten diagnostischen Schritte und erläutern, wie ein möglicher Behandlungsplan aussehen kann.
 
Die Wahrscheinlichkeit, pro Zyklus durch eine Insemination schwanger zu werden, liegt im Durchschnitt bei etwa 5–15 %. Ihre individuelle Chance hängt vor allem vom Alter und der daraus resultierenden Eizellqualität ab.
 
Uns ist wichtig, medizinische Entscheidungen transparent zu erklären. Sie sollen nachvollziehen können, warum bestimmte Schritte in Ihrer Situation sinnvoll erscheinen und welche Alternativen möglich sind. Für Ihre Fragen bleibt jederzeit ausreichend Raum.

Insemination – Schritt für Schritt erklärt

  1. Zyklusbeobachtung

    Wenige Tage vor dem Eisprung (in der Regel an Zyklustag 10–12) führen wir einen Ultraschall durch, der es uns ermöglicht, die Größe des leitenden Follikels und die Dicke der Gebärmutterschleimhaut zu beurteilen. So können wir den Zeitpunkt der Insemination möglichst genau bestimmen und die Endausreifung der Eizelle unterstützen.

  2. Samenaufbereitung

    Aus dem Ejakulat des Partners (homologe IUI) oder aus einer Spendersamenprobe (heterologe IUI) isolieren wir die beweglichsten Spermien.

  3. Durchführung der Insemination am Tag des Eisprungs

    Am Tag des Eisprungs übertragen wir die aufbereiteten Spermien über einen dünnen Katheter in die Gebärmutter. Der Vorgang ist dauert nur wenige Minuten.

  4. Nach der Behandlung

    Etwa zwei Wochen später zeigt ein Schwangerschaftstest, ob die Behandlung zu einer Schwangerschaft geführt hat.

  1. IUI mit Spendersamen

    Für lesbische Paare und alleinstehende Frauen ist die IUI mit Spendersamen häufig ein unkomplizierter Weg, eine Schwangerschaft zu erreichen. Da in den meisten Fällen keine Fertilitätsstörung vorliegt, stehen die Wahl eines passenden Spenders und eine gute medizinische Planung im Vordergrund.

     

    Im Erstgespräch besprechen wir, ob Spendersamen aus unserer eigenen Samenbank oder aus einer externen Bank für Sie geeignet ist und welche Schritte anschließend folgen. Die medizinische Behandlung entspricht dem Ablauf der zuvor beschriebenen IUI.

     

    Während der gesamten Behandlung bleibt Raum für Ihre Fragen. Sie sollen sich gut informiert fühlen und eine Behandlung erhalten, die zu Ihrer persönlichen Familienplanung passt.

Häufige Fragen zur Insemination

  1. Die durchschnittliche Schwangerschaftsrate pro Behandlungszyklus liegt bei etwa 5–15 %. Ihre individuelle Wahrscheinlichkeit hängt vom Alter, der Qualität des Samens und weiteren medizinischen Faktoren ab.

  2. Der Vorgang ist in der Regel gut verträglich und dauert nur wenige Minuten. Sie können Ihren Alltag ohne Einschränkungen fortsetzen.

  3. Wir empfehlen maximal 3-4 Inseminationszyklen, da die Erfolgswahrscheinlichkeit danach weiter sinkt. Anschließend besprechen wir gemeinsam, ob eine alternative Methode wie eine In-vitro-Fertilisation (IVF) oder andere Optionen medizinisch sinnvoll erscheint.